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Posted: October 23, 2009

Chinesisch-deutsches Bio-Nano-Symposium in Jena

(Nanowerk News) Nicht nur in der Wirtschaft, auch in der Wissenschaft hat sich China in den letzten Jahren zu einer der führenden Nationen entwickelt. Das gilt besonders für die Entwicklung neuer Werkstoffe, der Nanotechnologie und der Biomedizin.
"Deshalb wird es auch für deutsche Wissenschaftler immer wichtiger, enger mit ihren Kollegen aus dem Reich der Mitte zusammenzuarbeiten, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und die Grundlagen für neue Produkte zu legen", ist sich Prof. Dr. Klaus D. Jandt von der Friedrich-Schiller-Universität Jena sicher. Der Jenaer Materialwissenschaftler hat daher zum ersten chinesisch-deutschen Symposium über "Advanced Biomedical Nanostructures" eingeladen. Etwa 40 hochrangige chinesische und deutsche Wissenschaftler treffen sich vom 26. bis 30. Oktober 2009 an der Friedrich-Schiller-Universität, um über biomedizinische Nanostrukturen zu diskutieren.
"In der Natur gibt es viele Nanostrukturen, z. B. auf der Oberfläche von Zellen oder Eiweißen, aus denen der menschliche Körper besteht", erklärt Prof. Jandt. Der Direktor des Instituts für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie (IMT) fährt fort: "Mit neuen Materialien und Werkstoffen können wir diese natürlichen Strukturen kopieren und zusammen mit den Medizinern nutzen, um Krankheiten vorzubeugen oder zu heilen und die Lebensqualität der Bevölkerung zu erhöhen".
Biomedizinische Nanostrukturen werden bereits bei der Krebstherapie, der Zahnheilkunde oder bei Gewebeersatz (Tissue Engineering) eingesetzt. "Das Potenzial ist aber noch lange nicht ausgereizt und bietet hervorragende Chancen, besonders wenn natürliche Nanostrukturen kopiert werden. Dann spricht man von Bionik oder biomimetischen Werkstoffen", erklärt Prof. Jandt, der das Symposium leitet.
Die chinesischen Teilnehmer des Symposiums kommen aus renommierten Forschungsstätten aus ganz China, ebenso hochkarätig sind die Heimatadressen der deutschen Teilnehmer des Symposiums. "Jena mit seiner international anerkannten Kompetenz im Bereich der Materialforschung und besonders der Biomaterialien ist der ideale Gastgeber für dieses chinesisch-deutsche Symposium", erklärt Prof. Kaiyong Cai von der renommierten Chongqing University im Herzen Chinas, der Sekretär des Symposiums ist. Prof. Cai hat selbst einige Jahre in Jena verbracht und dabei die Stadt und ihre Bürger ins Herz geschlossen.
Neben dem fachlichen Austausch geht es bei dem Symposium vor allem darum, gemeinsame transdisziplinäre Projekte der Teilnehmer und einen Austausch von Fachkräften in beide Richtungen zu initiieren. Das Symposium wird vom Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschaftsförderung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Um das Symposium besonders effektiv zu gestalten, wurde bewusst die Teilnehmerzahl auf 40 eingeladene Experten begrenzt. Um den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, wird einer begrenzten Anzahl von Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Teilnahme an dem Symposium ermöglicht.
Source: Friedrich-Schiller-Universität Jena
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