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Posted: June 24, 2010

Nordrhein-Westfalen erweist sich abermals als Global Player der Nanobiotechnologie

(Nanowerk News) Zum mittlerweile dritten Mal traf sich anlässlich der 6. NanoBio-Europe die internationale Nanobiotechnologie-Szene in Münster. Rund 280 Wissenschaftler aus mehr als 20 Ländern hatten zu dem internationalen Leitkongress im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland zusammengefunden. Im Vordergrund der dreitägigen Veranstaltung standen Anwendungen der Nanobiotechnologie in den Bereichen Diagnostik, gezielter Wirkstofftransport und Regenerative Medizin. Die Forschung und Entwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen im Bereich der Nanobiotechnologie präsentierte der Cluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW.
v.l.n.r. Organisator Holger Winter, CeNTech, zusammen mit Beate Wieland, MIWFT Nordrhein-Westfalen, und Harald Cremer, Clustermanager NanoMikro+Werkstoffe.NRW
v.l.n.r. Organisator Holger Winter, CeNTech, zusammen mit Beate Wieland, MIWFT Nordrhein-Westfalen, und Harald Cremer, Clustermanager NanoMikro+Werkstoffe.NRW
Als erneuter Gastgeber unterstrich Münster seinen exzellenten Ruf als wissenschaftlicher Standort im Bereich der Nanobiotechnologie, die in Nordrhein-Westfalen als ein Schwerpunktthema behandelt wird und von der im Bundesvergleich größten Anzahl an Akteuren in Wirtschaft und Wissenschaft angetrieben wird. Hauptanwendungsgebiet ist dabei "Medizin & Pharma". Dabei stehen Diagnose- und Therapieansätze für Volkskrankheiten wie Krebs oder Diabetes im Fokus, wobei funktionalisierte Nanopartikel hierbei eine neuartige Plattformtechnologie darstellen. Sie lassen sich im Tumor anreichern und eignen sich damit als spezielle Kontrastmittel für bildgebende Verfahren, zur lokalen Zerstörung des Gewebes durch Erwärmung (Hyperthermie) und insbesondere als spezifische Wirkstofftransporter (Drug-Delivery-Systems).
In der von Dr. Beate Wieland, Abteilungsleiterin Forschung und Technologie im Innovationsministerium Nordrhein-Westfalens, eröffneten und von Harald Cremer, Clustermanager NanoMikro+Werkstoffe.NRW, moderierten NRW-Session referierte so auch Iona Slabu von der RWTH Aachen über ihr Ziel der Optimierung so genannter "Drug Delivery-Systeme" insbesondere zur Krebs-Behandlung. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Erforschung der Wechselwirkung externer Magnetfelder und magnetischer Nanopartikel als Träger von Wirkstoffen, die damit präzise transportiert und so punktuell an den erkrankten Organen freigesetzt werden können.
Komplementär werden zudem mittels Nano- und Mikrosystemtechnik erzeugte Biochips in der medizinischen Diagnostik Einzug halten. Damit rückt zugleich das Fernziel einer individualisierten Medizin, im Rahmen derer sich eine zeitnahe Vorort-Diagnostik und maßgeschneiderte Medikamente ergänzen, deutlich näher. Über das Potenzial von Mikroimplantaten bei der Diagnose und der Therapie referierte Hoc Khiem Trieu vom Fraunhofer IMS in Duisburg. Neben der Darstellung schon erprobter Implantate wie beispielsweise Hörprothesen für Gehörlose (sog. Cochlear-Implantate) gab Trieu einen Ausblick auf die nächste interessante Entwicklung intelligenter Implantate, nämlich solche, die sogar biochemische Paramater permanent abrufen können.
Mit Professor Christof Niemeyer von der TU Dortmund ("Hybrid conjugates of DNA, proteins and colloids für applications in nanobiotechnology"), Professor Jürgen Klingauf von der Universität Münster ("Novel fluorescent probes and nanoscopy for shedding light on synaptic function"), Professor Martin Wiemann vom IBE R&D Institute for Lung Health ("Hazardous effects of nanoparticles to the lungs: Correlation of in vitro and in vivo findings") wurden weitere interessante Themen der Nanobiotechnologie "made in Nordrhein-Westfalen" aufgegriffen.
Die Nanobio-Europe bot als interdisziplinäre Kommunikationsplattform aber nicht nur die Möglichkeit zum wissenschaftlichen Austausch sondern auch Chancen für neue Kooperationen zwischen Wissenschaftlern und Unternehmen aus ganz Europa. Sie war damit abermals ein wichtiges Instrument, die Entwicklung und wirtschaftliche Nutzung dieser Zukunftstechnologie in Europa im globalen Wettbewerb voranzutreiben.
Der Cluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW engagierte sich hierbei sowohl als Platinum- Sponsor, im Local Organizing Committee als auch im Advisory Board. Hauptorganisatoren der 6. NanoBio-Europe waren die CeNTech GmbH aus Münster und der CEA aus Grenoble. Weitere Partner waren die Technologieförderung Münster und Bioanalytik Münster.

Ansprechpartner:

Raoul Hamacher

Telefon: 0211 / 385 459 14

raoul.hamacher@nmw.nrw.de

Cluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW
Der Landescluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW (NMW) repräsentiert und betreut die nordrhein-westfälische Unternehmens- und Forschungslandschaft in den Bereichen Nanotechnologie, Mikrosystemtechnik sowie Innovative Werkstoffe. Ziel des Clusters NMW ist es, das Land Nordrhein-Westfalen national und international zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum im Bereich der Nano-, Mikro- und Werkstofftechnologie zu machen. Dazu gehört die Schaffung eines innovationsfördernden und beschleunigenden Umfelds gleichermaßen wie eine strategische Profilschärfung.
Source: NanoMikro+Werkstoffe.NRW
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