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Posted: February 3, 2010

Organische Leuchtdioden (OLEDs) als Lichtquellen und Bildschirme der Zukunft

(Nanowerk News) Bildschirme und Beleuchtungssysteme der Zukunft werden auf organischen Leuchtdioden, so genannten OLEDs ("Organic Light Emitting Diodes") basieren. OLEDs sind aus mehreren organischen Schichten aufgebaut und senden beim Anlegen einer elektrischen Spannung Licht beliebiger Farbe aus. Diese Farben lassen sich durch den Einsatz bestimmter Moleküle, so genannter Emitter, steuern. OLEDs verbrauchen wenig Energie und dürften langfristig auch die giftiges Quecksilber enthaltenden Energiesparlampen ersetzen. OLED-Bildschirme liefern brillante Bilder und können äußerst flach, flexibel oder sogar transparent gestaltet werden.
Die Lichtquellen der Zukunft
Die Lichtquellen der Zukunft
Bislang leiden die Fertigungsprozesse für OLEDs allerdings noch unter Kinderkrankheiten, was die Herstellung größerer OLED-Bildschirme und Beleuchtungssysteme weiterhin massiv erschwert. An dieser Stelle setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt "NEMO" (Neue Materialien für OLEDs aus Lösung) an. Wissenschaftler der Universität Regensburg werden in diesem Zusammenhang mit der Firma Merck KGaA, Forschern der Universität Tübingen und weiteren Partnern aus Industrie und Forschung an den Lichtquellen der Zukunft arbeiten.
Das Gesamtbudget von NEMO beläuft sich für den Zeitraum bis Ende Juli 2012 auf rund 32 Millionen Euro. Das BMBF wird 16 Millionen Euro in das Projekt investieren; den Rest wollen die beteiligten Industrieunternehmen aus eigener Kraft aufbringen. Merck führt das NEMO-Konsortium als einer der größten Lieferanten für OLED-Materialien an. Zu den weiteren Partnern zählen Delo Industrie Klebstoffe, H.C. Starck Clevios sowie Ormecon. Als unabhängige Forschungsorganisation nimmt das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung in Potsdam/Golm am NEMO-Projekt teil. Mit je zwei Arbeitsgruppen sind die Universitäten Regensburg und Tübingen vertreten. Weitere universitäre Partner sind die Humboldt-Universität Berlin und die Universität Potsdam.
Die elf Partner beschäftigen sich arbeitsteilig mit unterschiedlichen Fragestellungen. Die Regensburger Forscher, die mit über 1,7 Millionen Euro gefördert werden, werden neue Emitter entwickeln und detaillierte photophysikalische Untersuchungen an den Materialien durchführen, um diese zu verbessern. In den beiden Arbeitsgruppen um Prof. Dr. Hartmut Yersin vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie sowie Dr. Rudolf Vasold vom Institut für Organische Chemie der Universität Regensburg sind mehrere Doktoranden und Postdocs tätig.
Source: Universität Regensburg
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