Posted: June 23, 2009

Effektive Solarzellen und sensible Bioanalytik

(Nanowerk News) Ein neues Simulationsprogramm optimiert Struktur und Anordnung der metallischen Kontaktfinger bei Konzentrator-Solarzellen und verbessert so den Wirkungsgrad. Au├čerdem: Eine hochsensible Methode, cDNA-Fragmente aus biologischem Probenmaterial herzustellen.
Entscheidend f├╝r den Erfolg der Stromerzeugung aus Sonnenlicht ist der Wirkungsgrad der Solarzellen. Als besonders vorteilhaft erweisen sich dabei Systeme, in denen das Licht durch Linsen 400-fach auf die Solarzellen geb├╝ndelt wird. Bei dieser Konzentratortechnologie kann teures Halbleitermaterial durch kosteng├╝nstigere Linsensysteme ersetzt und der Wirkungsgrad verbessert werden.
Der Physiker Marc Steiner vom Fraunhofer-Institut f├╝r Solare Energiesysteme ISE in Freiburg zeigte in seiner Diplomarbeit eine M├Âglichkeit auf, die Effizienz solcher Konzentratorsolarzellen noch weiter zu steigern: Die Kontaktierung der Halbleiterschichten hat dabei entscheidenden Einfluss, und Marc Steiners neues Simulationsprogramm optimiert Struktur und Anordnung der metallischen Kontaktfinger. Aus diesen Berechnungen ergaben sich bisher weltweit unerreichte Wirkungsgrade f├╝r Konzentratorsolarzellen. F├╝r seine Diplomarbeit "Minimierung von seriellen Widerstandsverlusten in III-V Solarzellen mit Hilfe einer SPICE-Netzwerksimulation" wird Marc Steiner mit dem 2. Hugo-Geiger-Preis ausgezeichnet.
Die Gene spielen f├╝r jeden Organismus eine wichtige Rolle, wenn es um deren Entwicklung und Anpassung an die Umwelt geht. Die Genome zu entschl├╝sseln, ist aufgrund moderner Sequenziertechnologie heute schnell realisierbar. Weniger klar ist immer noch, welches genetische Programm zu welcher Wachstumsphase abl├Ąuft. Die Genexpression, also die Analyse welche Gene zu einem bestimmten Zeitpunkt angeschaltet sind und welche nicht, liefert hier Antworten. Das hilft, Zellen zu unterscheiden, biologische Systeme auf molekularer Ebene zu verstehen.
Ziel der Diplomarbeit "Globale Methoden zur Analyse von Metatranskriptomen auf Einzelzellniveau" von Christian Grumaz vom Fraunhofer-Institut f├╝r Grenzfl├Ąchen- und Bioverfahrenstechnik IGB war, ein neues, offenes Verfahren zu etablieren, das mit geringen Probemengen auskommt und einen hohen Durchsatz erm├Âglicht. "Dieses Vorhaben konnte ich mit Erfolg abschlie├čen", sagt Christian Grumaz. Das Verfahren ist ├Ąu├čerst sensibel, was eine potenzielle Anwendung in der Diagnostik erm├Âglichen k├Ânnte, wo zum Beispiel Biopsiematerial meist nur in geringen Mengen vorliegt. Zudem ist ein hoher Durchsatz an Proben m├Âglich, da Parallelsequenzier-Technologien eingesetzt werden k├Ânnen. Das Analyseverfahren ist interessant f├╝r Diagnostik, Medikamentenentwicklung und Grundlagenforschung. Seine Arbeit wird mit dem 3. Hugo-Geiger-Preis ausgezeichnet.
Source: Fraunhofer Gesellschaft
Subscribe to a free copy of one of our daily
Nanowerk Newsletter Email Digests
with a compilation of all of the day's news.
 
 
These articles might interest you as well: